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Geschichte des Marktes Essing

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Dort, wo das Altmühltal am engsten wird und die Felsenwände senkrecht gegen den Himmel steigen, liegt unser Markt Essing. Er ist berühmt für seine beeindruckende Lage zu Füßen der Felsmassen.  Essing ist eine der ältesten Siedlungen unseres Landes. Es liegt in dem Teil Bayerns, der in den Eiszeiten zwischen den Ausläufern der Alpen- und skandinavischen Gletscher eisfrei geblieben ist. Die Höhlen in und um Essing dienten den Menschen in der Würmeiszeit als Unterkunft und Schutz. Die Essinger Höhlen waren für die Erforschung der prähistorischen Zeit von enormer wissenschaftlicher Bedeutung. Die ältesten Funde aus den Klausenhöhlen stammen aus dem letzten Drittel der Würmeiszeit. Einzigartig ist eine Felszeichnung aus dem kleinen Schulerloch, die ca. 10.000 bis 15.000 Jahre alt ist. Aus der Bronzezeit stammt ein Friedhof und ein Urnenfeld.

Der Name Essing ist keltischen Ursprungs. Die Kelten haben im ehemaligen Ortsteil Schellneck eine Eisenschmiede betrieben. Das Wort „essa“ bedeutet so viel wie Waffenschmiede oder Feuerstätte. Das „isan“ bedeutet Eisen. Essing wird im Jahr 976 das erste Mal urkundlich erwähnt. Essing wurde früher als Yzzing, Ezagin und Ezzingen bezeichnet.

Die Burg Randeck, die über dem Essinger Felsmassiv thront, wurde ca. um 1000 erbaut und zählt zu den ältesten Burganlagen Bayerns. Die Geschichte des Ortes wurde über Jahrhunderte hinweg von den Randecker Burgherren beherrscht. Bedeutsam für den Ort war der Burgherr Graf Ullrich Babo von Abensberg. Dieser verhalf Essing im Jahr 1336 zum Marktrecht. Es sollten vier bis sechs ehrbare Bürger gewählt werden und die Gemeinde hatte das Recht wie die Stadt Ingolstadt Märkte abzuhalten und über Stock und Galgen zu richten. Er stiftete 1367 der Gemeinde ein Stift mit sechs Chorherren zu Ehren des Hl. Geistes und ein Spital. Als weiteres stattete er das Stift mit Gehöften und Waldflächen aus. Im Dreißigjährigen Krieg wurde die Burg von den Schweden zum Großteil zerstört.

In jüngster Zeit wurde der Ort sehr stark von den großen Baumaßnahmen wie der Errichtung des Main-Donau-Kanals und der Ortsumgehungsstraße geprägt. Dennoch hat Essing sich mit seinen gut 1000 Einwohnern seinen dörflichen Charakter bewahrt. Politisch ist die Gemeinde noch selbstständig; eingebunden in die Verwaltungsgemeinschaft Ihrlerstein. Zahlreiche gemeindliche Einrichtungen wie Kindergarten, Rathaus mit dem Tourismusbüro, eine eigene Wasserversorgung mit einer sehr guten Wasserqualität, Sportanlagen, Wertstoffhof usw. haben die Gemeinde auf ein sehr hohes Niveau der kommunalen Daseinsfürsorge gebracht.

Die reizvolle Landschaft mit der einzigartigen Felskulisse Essings haben die Gemeinde zu einem bedeutenden Urlaubsort werden lassen. Die zahlreichen Vereine mit ihrem vielfältigem Angebot sorgen für eine kulturelle und sportliche Vielfalt für Bürger und Gäste.

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